Kann man Kartoffeln einfrieren?

Ja, aber nur in bestimmten Formen. Geprüft ist das Blanchieren kleiner neuer Kartoffeln und das Vorfrittieren von Pommes. Roh oder fertig gekocht gelingen Kartoffeln im Gefrierfach schlecht.

Die Tabelle zeigt, was die Quellen zu den üblichen Fragen sagen: Wo sie eine Methode beschreiben, folgt diese Seite ihr, wo sie abraten, steht das ebenfalls dort.

Kartoffeln einfrieren: Was die Quellen sagen
KartoffelformEignung zum EinfrierenQuelle
Kleine neue Kartoffeln, 3 bis 5 Minuten blanchiertgeeignet, ganz oder in StückenNCHFP
Pommes aus reifen Kartoffeln, vorfrittiertgeeignet, im Ofen fertig bräunenNCHFP
Rohe Kartoffelnnicht empfohlenVerbraucherzentrale NRW
Gekochte oder gebackene Kartoffelnweich, krümelig, mehlig, wässrigNCHFP
Kartoffeln als Einlage in Suppenbesser weglassenVerbraucherzentrale NRW

Kann man gekochte Kartoffeln einfrieren?

Gekochte oder gebackene Kartoffeln frierst du besser nicht ein. Die NCHFP führt sie unter den Lebensmitteln auf, die nach dem Auftauen weich, krümelig, wässrig und mehlig sind, egal ob in Suppen, Salaten, Soßen oder mit Butter.

Für Bratkartoffeln aus vorgekochten Kartoffeln nennt keine geprüfte Quelle eine Methode. Möchtest du Kartoffeln für später vorbereiten, ist die Pommes-Methode oder das Blanchieren kleiner neuer Kartoffeln der belegte Weg.

Kann man rohe oder geschälte Kartoffeln einfrieren?

Rohe Kartoffeln solltest du nicht einfrieren. Die Verbraucherzentrale NRW nennt sie ausdrücklich unter den Lebensmitteln, die im Gefrierfach Konsistenz oder Geschmack verlieren. Das gilt auch für geschälte rohe Kartoffeln.

Rohe Kartoffeln werden beim Gefrieren qualitativ unbefriedigend. Die kurze Wärmebehandlung ist deshalb ein fester Teil der geprüften Methode. Die NCHFP schält oder schabt neue Kartoffeln vor dem Blanchieren, sodass du auch geschälte Kartoffeln einfrierst, aber eben blanchiert.

Welche Kartoffeln eignen sich und wie lange blanchierst du sie?

Die geprüfte Methode ist für glatte, neue Kartoffeln vorgesehen. Schäle oder schabe die dünne Schale ab, wasche die Knollen und sortiere sie nach Größe. Große Stücke und alte Lagerkartoffeln benötigen eine dazu passende Zubereitung.

Gib die vorbereiteten Kartoffeln in kochendes Wasser. Sobald es wieder sprudelt, blanchierst du sie abhängig von der Größe drei bis fünf Minuten. Teile größere Knollen vorab in gleichmäßige Stücke.

Kühle die Kartoffeln danach sofort in kaltem Wasser ab und lass sie gründlich abtropfen. Das stoppt die weitere Garung und entfernt Oberflächenwasser vor dem Verpacken.

Wie verpackst du blanchierte Kartoffeln?

Fülle die Kartoffeln ganz oder in Stücken in gefriergeeignete Behälter. Lass ungefähr 1,3 Zentimeter Platz unter dem Deckel, verschließe die Packung und notiere Sorte, Form und Datum.

Bei −18 °C bleibt die Qualität von Gemüse laut NCHFP etwa 8 bis 12 Monate erhalten. Gib die Kartoffeln später direkt gefroren ins Gericht oder in kochendes Wasser. Ähnlich geht es bei Kürbis: Auch er wird vor dem Einfrieren vorgegart.

Wie frierst du Pommes ein?

Die NCHFP beschreibt dafür eine eigene Methode: Nimm reife Kartoffeln, die etwa 30 Tage gelagert wurden. Schäle sie, schneide sie in Stäbchen von rund 8 bis 10 Millimetern Dicke, spüle sie kalt ab und trockne sie gründlich.

Frittiere kleine Mengen etwa 5 Minuten in heißem Fett bei 360 °F (182 °C), bis sie gar, aber nicht braun sind. Lass sie auf Küchenpapier abtropfen, kühle sie vollständig ab, verpacke und friere sie. Zum Servieren bräunst du sie im 475 °F (246 °C) heißen Ofen fertig.

Was gilt für Püree und fertige Kartoffelgerichte?

Püree und fertige Kartoffelgerichte reagieren je nach Zutaten unterschiedlich. Übertrage die drei bis fünf Minuten deshalb nicht auf vorbereitete Gerichte. Friere diese nach einem dafür geprüften Rezept ein.

Bei Suppen und Eintöpfen lässt du Kartoffeln besser weg und gibst sie beim Erwärmen frisch gegart dazu.