Wie trocknest du Kräuter am besten?

Entscheidend ist der Wassergehalt der Blätter. Das NCHFP unterscheidet robuste Kräuter, die du einfach an der Luft trocknest, und zarte Kräuter mit hohem Feuchtigkeitsgehalt, die schimmeln, wenn sie zu langsam trocknen.

Am kontrollierbarsten ist der Dörrautomat, weil du Temperatur und Luftzirkulation steuerst. Sonnentrocknung rät das NCHFP ab: Kräuter verlieren dabei Aroma und Farbe.

Trockenmethode nach Krauttyp (NCHFP)
KrauttypBeispieleMethode
RobustRosmarin, Salbei, Thymian, Bohnenkraut, Petersiliekleine Bündel aufhängen, drinnen für bessere Farbe und Aroma
Zart, feuchtBasilikum, Oregano, Estragon, Zitronenmelisse, Minzeschnell trocknen: kleiner Strauß in Papiertüte, Einzelblätter oder Dörrautomat
EinzelblätterMinze, Salbei, LorbeerBlätter getrennt auslegen, besonders bei hoher Luftfeuchte

Wann erntest du Kräuter zum Trocknen?

Ernte die Triebe am Morgen, nachdem der Tau verdunstet ist, möglichst kurz vor dem Öffnen der ersten Blüten. Das NCHFP nennt dieses „Knospenstadium“ als besten Zeitpunkt für die meisten Kräuter. Verarbeite sie sofort und lass sie nicht in der Sonne welken. Vermeide Quetschungen.

Spüle verschmutzte Kräuter kurz unter kühlem Wasser, entferne beschädigte oder verfärbte Blätter und schüttle Wasser ab. Vor dem Trocknen muss die Oberfläche trocken sein.

Welche Kräuter eignen sich zum Lufttrocknen?

Robuste Kräuter bindest du zu kleinen Bündeln und hängst sie an einem dunklen, trockenen und gut belüfteten Ort auf. Eine gelochte Papiertüte schützt vor Staub und fängt Blätter auf. Große Bündel können innen schimmeln.

Feuchte Kräuter trocknest du besser als einzelne Blätter oder mit kontrolliertem Luftstrom. Direkte Sonne kostet Farbe und Aroma. Ein kleiner Strauß hängt in einer Papiertüte mit eingerissenen Löchern, die du mit einem Gummiband am Strauß verschließt: Die Luft zirkuliert durch die Löcher, abfallende Blätter und Samen bleiben in der Tüte.

Wie trocknest du Kräuter im Dörrautomaten?

Heize das Gerät vor, verteile die Blätter in einer Lage und stelle ungefähr 35 bis 46 °C ein. Bei hoher Luftfeuchte nennt das NCHFP bis zu etwa 52 °C. Je nach Kraut und Gerät kann die Trocknung ungefähr eine bis vier Stunden dauern.

Fertig sind Blätter, wenn sie knusprig sind und leicht zerbröseln; Stiele brechen beim Biegen. Prüfe regelmäßig, damit dünne Blätter nicht unnötig lange erhitzt werden.

Einstellungen im Dörrautomaten laut NCHFP
BedingungTemperaturDauer
Normale Luftfeuchte35 bis 46 °C1 bis 4 Stunden
Hohe Luftfeuchtebis etwa 52 °C1 bis 4 Stunden
PrüfenregelmäßigBlätter bröseln, Stiele brechen

Kann man Kräuter im Backofen trocknen?

Ja, wenn dein Backofen sehr niedrige Wärme hält. Das NCHFP beschreibt die Methode so: Zupfe die besten Blätter von den Stielen, lege sie nebeneinander ohne Berührung auf Küchenpapier und decke sie mit einem zweiten Tuch und der nächsten Blattlage zu. Bis zu fünf Lagen trocknen gleichzeitig. Als Wärmequelle genügt über Nacht die Beleuchtung des Elektroherds.

Die Methode eignet sich besonders für Minze, Salbei und Lorbeer und funktioniert bei hoher Luftfeuchte besser als das Aufhängen ganzer Stängel. Die Blätter trocknen flach und behalten gute Farbe. Ein Temperaturprogramm für den Backofen nennt die Quelle nicht. Für Kleinstmengen beschreibt sie außerdem die Mikrowelle nach Herstellerangaben.

Wie lagerst du getrocknete Kräuter?

Lass sie vollständig abkühlen, denn warme Kräuter schwitzen und fördern Schimmel. Bewahre Blätter möglichst ganz in kleinen, luftdichten Behältern auf. Stelle diese kühl, trocken und dunkel. Zerreibe erst beim Kochen die benötigte Menge.

Zeigt sich Beschlag, trocknest du einwandfreie Kräuter nach. Muffig riechende oder schimmelige Kräuter werden vollständig entsorgt. Das NCHFP nennt für getrocknete Lebensmittel allgemein 4 Monate bis 1 Jahr Lagerzeit; je wärmer der Lagerort, desto kürzer.