Warum wird das Fleisch vor dem Dörren erhitzt?

Rohes Fleisch kann krankmachende Keime tragen, und langsames Trocknen allein tötet sie nicht verlässlich ab. Das NCHFP empfiehlt deshalb, die Innentemperatur der Streifen auf 71 °C zu bringen, ohne vorher eine harte Außenschicht entstehen zu lassen („Krustenbildung“). Dazu kochst du Fleisch und Marinade 5 Minuten, bevor du die Streifen trocknest.

Halte rohes Fleisch bis zur Verarbeitung bei höchstens 4 °C. Rotes Fleisch hält gekühlt 3 bis 5 Tage, Hackfleisch und Geflügel nur 2 Tage. Taue es im Kühlschrank auf, mariniere es dort und verwende die Marinade nicht erneut. Wasche die Hände vor und nach dem Kontakt mit rohem Fleisch mindestens 20 Sekunden mit Seife und fließendem Wasser.

Welches Fleisch eignet sich für Beef Jerky?

Sehr mageres Rindfleisch ist die Grundlage dieses Rezepts. Das NCHFP nennt als Fleisch für Jerky fast jedes magere Stück, etwa Rind, Schwein, Wild oder geräucherte Putenbrust. Rohes Geflügel ist wegen Konsistenz und Geschmack im Allgemeinen nicht empfohlen. Die Mengenangaben des Rezepts gelten für 680 bis 907 g mageres Rindfleisch.

Schweinefleisch und Wild müssen vorab gegen den Parasiten Trichinella behandelt werden: Friere ein Stück von höchstens 15 Zentimetern Dicke (6 Zoll) mindestens 30 Tage bei −18 °C (0 °F) ein, bevor du es schneidest und marinierst. Einfrieren beseitigt Bakterien nicht. Bei Wild kommt es außerdem auf die Wundstelle und den Umgang beim Ausnehmen an: Kommt Darminhalt mit dem Fleisch in Berührung, verwende es besser nur so, dass es vollständig durchgegart wird. Hackfleisch-Jerky ist heikler, weil sich Keime darin schwerer abtöten lassen. Auch dort sind 71 °C im Kern nötig.

Wie dünn und in welche Richtung schneidest du Beef Jerky?

Schneide höchstens 6 Millimeter dick. Teilweises Anfrieren erleichtert gleichmäßige Scheiben. Quer zur Faser wird das Jerky zarter und brüchiger, längs zur Faser eher zäh und kaubar.

Entferne sichtbares Fett sorgfältig, weil es schneller ranzig wird. Ein Fleischzartmacher darf nach Packungsanleitung verwendet werden. Mariniere nicht länger als nötig: Wer über mehrere Stunden einlegt, bekommt laut NCHFP salzigeres Jerky, als manche mögen.

Kannst du Beef Jerky Teriyaki selber machen?

Ja, Teriyaki ist als Marinade-Zutat belegt. Das NCHFP nennt Öl, Salz, Gewürze und säurehaltige Zutaten wie Essig, Zitronensaft, Teriyaki-, Sojasauce oder Wein als mögliche Bestandteile einer Marinade. Das Grundrezept oben ist mit Sojasauce und Worcestersauce angegeben, nur dafür gelten die Mengen.

Wenn du die Sojasauce durch Teriyaki ersetzt, ändere nichts an den Sicherheitsschritten: Streifen höchstens 6 Millimeter, gekühlt marinieren, 5 Minuten kochen, 71 °C Kerntemperatur prüfen, bei 60 °C trocknen. Nicht geprüft sind eigene Mengen für Zucker- oder Fruchtanteile in der Marinade; prüfe in dem Fall den Trockentest besonders sorgfältig.

Wie lange trocknet Beef Jerky?

Nach dem Erhitzen in der Marinade trocknen die Streifen schneller als nur marinierte. Das NCHFP gibt dafür keine feste Gesamtdauer vor und empfiehlt, nach 3 Stunden mit der Prüfung zu beginnen. Für Streifen, die nicht in der Marinade erhitzt wurden, nennt die Quelle 10 bis 24 Stunden bei 60 °C.

Entscheidend ist der Test am abgekühlten Stück: Es reißt beim Biegen an, bricht aber nicht vollständig. Lege die Streifen dicht nebeneinander, aber ohne Berührung oder Überlappung auf die Gitter. Nimm Öltröpfchen mit einem sauberen Tuch ab und lass das Jerky abkühlen, bevor du es verpackst.

Zwei Wege zum sicheren Jerky nach NCHFP
MerkmalIn der Marinade erhitzen (dieses Rezept)Nach dem Trocknen im Ofen erhitzen
Zeitpunktvor dem Trocknen, am Ende der Marinierzeitnach dem Trocknen
Erhitzen5 Minuten kochen, 71 °C Kerntemperatur10 Minuten bei 135 °C (275 °F), bei Streifen bis 6 mm
Trocknen bei 60 °CPrüfung ab 3 Stunden10 bis 24 Stunden
Ergebnisschnellere Trocknung, Farbe und Textur weichen von klassischem Jerky abklassischere Textur

Kannst du Beef Jerky im Backofen oder im Airfryer machen?

Im Backofen ja, wenn er konstant 60 °C hält. Das NCHFP beschreibt das Trocknen auf Kuchengittern, die auf Backblechen stehen, in einem auf 60 °C (140 °F) vorgeheizten Ofen. Prüfe die Temperatur mit einem Ofenthermometer, denn viele Öfen schwanken bei niedrigen Stufen. Die Streifen und die Prüfung bleiben dieselben.

Für Airfryer oder Geräte wie den Ninja gibt es in der Quelle keine Zeit- und Temperaturangaben. Übertrage die Werte deshalb nicht einfach, sondern prüfe zumindest Kerntemperatur und Trockentest. Eine Einordnung findest du auf der Seite zum Dörren im Airfryer.

Wie lange hält selbst gemachtes Jerky?

Das NCHFP nennt für korrekt getrocknetes Jerky in einem verschlossenen Behälter bis zu 2 Wochen bei Raumtemperatur. Für bessere Qualität und längere Lagerung empfiehlt die Fachstelle Kühlschrank oder Gefrierschrank. Verpacke das Jerky in Gläsern oder dicken Gefrierbeuteln; auch Vakuumverpackung ist geeignet.

Beschrifte die Packung mit Inhalt und Datum. Bei Schimmel, Feuchtigkeit, ungewöhnlichem Geruch oder ranzigem Geschmack entsorgst du das Jerky.